Gegen sexuelle Belästigungen in Asylzentren

Wenn in Asylzentren lebende Frauen von Mitbewohnern verbal oder physisch belästigt werden, sind das traumatisierende Erlebnisse, die zu Ängsten, Alpträumen und psychischen Belastungen führen können. Niemandem sind solche Erlebnisse zu wünschen. Es wird alles unternommen, solche unerträglichen Situationen zu vermeiden. Jeder Fall ist ein Fall zu viel! Aber glücklicherweise ist das auch nicht die Regel.


Keine Tat ohne Folgen

Wir verurteilen jegliche Form von Gewalt und Belästigung in den Asylunterkünften und verfolgen bei Bekanntwerden von An- und Übegriffen gegenüber Frauen konsequent die Fälle. Überführte Täter werden verwarnt, mit Hausverbort belegt und an die Behörden gemeldet. Betroffene Frauen werden zudem ermutigt, erlebte sexuelle Belästigungen zur Anzeige bei der Polizei zu bringen. Aus Scham sind nicht viele dazu bereit.


Belästigung ist kein Tabuthema

Wir achten in der Betreuung auf die geschlechterspezifische Gesprächsführung. Der Einsatz einer weiblichen Pflegefachperson hat sich dabei bewährt, weil sich gerade im Umfeld einer gesundheitlichen Beratung schnell ein Vertrauensverhältnis auf niederschwelligem Niveau entwickeln kann. Wir achten auf die getrennte Benützuung von sanitären Anlagen. Nicht alle Unterkünfte, die uns von der Auftragfgbern zur Verfügung gestellt werde,  bieten hier dieselben Möglichkeiten.


Sensibilisierung der Mitarbeitenden

Der Umgang mit vulnerablen Personengruppen wird in internen Schulungen thematisiert. Neben Nähe und Distanz geht es dabei auch um interkulturelle Kommunikation, Gewaltprävention und um Themen wie Hygiene, Genitalverstümmelung etc. Zudem gibt es spezielle Kurse wie beispielsweise aktuell «Gewaltbetroffene Frauen im Migrationskontext».

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